Beschaffung
Vier Wege, wie Ware ins Regal kommt.
Direktimport, Vollsortiment-Großhandel, Cash & Carry oder ein spezialisierter Distributor: Jeder Weg hat seinen Platz. Diese Seite sagt, welcher wofür taugt — und wofür WK Handels ausdrücklich nicht der richtige Weg ist.
Allgemeine Branchenkunde · Angaben zu WK Handels, Stand 09/2026
| Kriterium | Direktimport | Vollsortiment-Großhandel | Cash & Carry | Trend-DistributionSo arbeitet WK |
|---|---|---|---|---|
| Sortimentsbreite | Ein Hersteller | Sehr breit | Breit, aber was im Regal steht | Schmal und kuratiert |
| Wie schnell ein Thema verfügbar ist | Abhängig von Produktion und Transport | Nach Listungszyklus | Sofort, wenn vorrätig | Was im Katalog steht, liegt am Lager |
| Belieferung | Eigene Organisation | Feste Touren | Selbstabholung | Ab Lager Deutschland |
| Kennzeichnung und Verkehrsfähigkeit | Eigene Verantwortung | Beim Lieferanten | Beim Lieferanten | Beim Lieferanten, deutsche Kennzeichnung |
| POS-Material und Zweitplatzierung | Selbst zu beschaffen | Teilweise | In der Regel nicht | Verkaufsfertige Displays |
| Eigenmarken und Exklusivität | Möglich, mit eigenem Aufwand | Handelsmarken des Lieferanten | Handelsmarken des Betreibers | Eigene Linien, Private Label möglich |
| Artikeldaten vor der Listung | Vom Hersteller anzufordern | Über Kataloge und Schnittstellen | Am Regal | EAN und Artikelnummer online, CSV zum Download |
Tabelle seitlich schieben — rechts stehen die weiteren Bezugswege.
Die Angaben beschreiben die Bezugswege allgemein, nicht einzelne Unternehmen. Wie ein konkreter Lieferant arbeitet, kann davon abweichen.
Im Einzelnen
Wofür jeder Weg taugt.
Und wofür nicht. Ein Bezugsweg, der immer gewinnt, ist kein Bezugsweg, sondern Werbung.
Direktimport
Selbst beim Hersteller einkaufen
Der Händler kauft direkt beim Produzenten, meist im Ausland. Einkaufspreis und Marge sind am besten, dafür liegen Zoll, Transport, Kennzeichnung nach LMIV und die Verkehrsfähigkeit im eigenen Verantwortungsbereich.
Passt für
- Große Abnahmemengen, typischerweise ganze Container
- Eigene Kapazität für Zoll, Logistik und Lebensmittelrecht
- Ein Artikel, der langfristig im Sortiment bleiben soll
Passt nicht für
- Einzelne Trendartikel, die schnell da sein müssen
- Standorte ohne eigenes Lager
- Sortimente, die sich mehrmals im Jahr ändern
Vollsortiment-Großhandel
Alles aus einer Hand
Ein Lieferant deckt das gesamte Sortiment ab, von Getränken über Tabak bis Non-Food. Eine Bestellung, eine Rechnung, eine Lieferung. Die Sortimentsauswahl folgt der Breite, nicht der Aktualität einzelner Themen.
Passt für
- Standorte, die ihre Beschaffung bündeln wollen
- Grundsortimente mit stabiler Nachfrage
- Wer möglichst wenige Lieferantenbeziehungen pflegen will
Passt nicht für
- Themen, die innerhalb weniger Wochen relevant werden
- Exklusive Artikel, die das Umfeld nicht auch führt
Cash & Carry
Selbst abholen
Der Händler fährt zum Abholmarkt und nimmt mit, was er braucht. Keine Mindestmenge, keine Lieferzeit — dafür Fahrzeit, begrenzte Auswahl im Regal und keine Planbarkeit bei Nachschub.
Passt für
- Kurzfristiger Bedarf und kleine Mengen
- Standorte in der Nähe eines Abholmarkts
- Ausprobieren, bevor gelistet wird
Passt nicht für
- Wiederkehrende Belieferung ohne eigene Fahrt
- Artikel, die im Abholmarkt nicht geführt werden
- Zweitplatzierungen, die verkaufsfertig kommen sollen
Trend-Distribution
Kuratiertes Sortiment mit Belieferung
Ein spezialisierter Distributor führt ein bewusst schmales, aktuelles Sortiment, liefert ab eigenem Lager und bringt POS-Material mit. Nicht das ganze Regal, sondern die Positionen, die sich unterscheiden. So arbeitet WK Handels.
Passt für
- Aktuelle Themen, die schnell in die Fläche sollen
- Zweitplatzierungen mit verkaufsfertigen Displays
- Eigenmarken und Artikel, die nicht überall stehen
- Standorte ohne eigene Import- und Zollabwicklung
Passt nicht für
- Ein komplettes Grundsortiment aus einer Hand
- Getränke, Frischware und Non-Food
Klartext
Wann Sie uns nicht brauchen.
WK Handels führt kein Vollsortiment. Keine Getränke, keine Frischware, kein Non-Food. Wer seine gesamte Beschaffung über einen Lieferanten bündeln möchte, ist bei einem Vollsortimenter besser aufgehoben — und sollte das auch tun.
Ebenso wenig sinnvoll sind wir, wenn ein Artikel über Jahre unverändert in grosser Menge laufen soll und die eigene Struktur den Direktimport hergibt. Dort ist der Einkaufspreis der bessere Hebel als die Sortimentsauswahl.
Wir sind der richtige Weg, wenn ein Thema schnell in die Fläche soll, wenn eine Zweitplatzierung verkaufsfertig stehen muss oder wenn das Regal etwas braucht, das im Umfeld nicht überall steht. Die meisten Händler nutzen mehrere Bezugswege nebeneinander — das ist kein Widerspruch, sondern die Regel.
Häufige Fragen zur Beschaffung
Was Händler fragen, bevor sie einen Lieferanten aufnehmen.
